Die ersten Tage in Buenos Aires

 

Nach einem angenehmen, aber sehr langen Flug von Amsterdam nach Buenos Aires sind wir hier inzwischen gut angekommen und genießen die Stadt mit ihren unzähligen Cafés und Buchläden. Bevor wir aber soweit kommen konnten, mussten wir erst einen holprigen Start hinter uns bringen: Streik am Flughafen in Buenos Aires, die Gepäckbänder standen still und wir mussten die erste Geduldsprobe bestehen. Da die wartenden Argentinier aber die Bänder (oder die Streikenden?) mit lautem Klatschen angefeuert haben, herrschte ausgelassene Stimmung trotz Chaos. Nach drei Stunden konnten wir dann endlich unser Gepäck abholen und uns Richtung Innenstadt aufmachen (was aufgrund der Menschenmassen am Flughafen auch nochmals mit vielen langen Warteschlangen verbunden war). Bei mehr als 30 Grad, Sonne und extremer Schwüle kamen wir völlig erschöpft im Hostel in San Telmo an, konnten aber schnell das schöne Altstadtviertel genießen und uns bei leckerem Eis und Empanadas erholen. So genießen wir die faszinierende, laute und hektische, aber sehr schöne Stadt mit ihrem maroden Charme, von den Glasfassaden der Bankenwolkenkratzer über die alten Kolonialbauten an der Avenida de Mayo, dem Obelisken an der breitesten Straße der Welt (ca. 20 Fahrbahnen) und der ältesten U-Bahn Lateinamerikas (mit Rolltreppen aus Holz!). Kontraste zwischen Alt und Neu gibt es auch am Hafen, wo die kleine Skyline auf alte Segelschiffe und Speicherhäuser trifft, oder in einer tollen Buchhandlung in einem altehrwürdigen Theater mit Emporen und Logensitzen zum Probelesen. Abends gibt’s die besten Bife de Lomo/Rinder-Steaks und viel Lebensfreude, es hat ja schließlich auch um 23 Uhr noch ca. 25 Grad (und es riecht so lecker nach Grill, wie ich gerade auf unserer Terrasse feststellen kann 😉 ).

Letzte Nacht hat es jedoch in Strömen geregnet, dazu kam fast durchgehendes Donnergrollen und unzählige Blitze, die uns den Schlaf geraubt haben. Es war Weltuntergangsstimmung für zehn Stunden. Ab 14 Uhr wurde es dann aber etwas besser und wir haben uns nach draußen getraut und siehe da, 20 Minuten später schien die Sonne. So konnten wir uns doch noch den Recoleta-Friedhof mit seinen Palast-ähnlichen Gräbern anschauen, wo unter anderem auch Evita begraben liegt. Mit dem anschließenden Eis haben wir uns wieder fröhlicheren Dingen zugewandt. Man kann hier in der Eisdiele zwischen 1/4 kg, 1/2 kg oder 1 kg wählen. 1/4 kg reicht auf jeden Fall für Zwei vollkommen aus 🙂

Die ersten Schritte sind also trotz Streik und Gewitter gelungen, dank einer sehr aufregenden und tollen Stadt!

4 Gedanken zu „Die ersten Tage in Buenos Aires“

  1. Und ich dachte, ihr fliegt nach Südamerika.
    Jetzt seid ihr also nur bis Untertürkheim gekommen 😉
    Weiterhin viel Spaß!

  2. Hallo ihr zwei,
    na das hört sich ja schon sehr gut an. Und wenigstens ist euer Gepäck mit angekommen

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